KONTROLLTECHNIK     •     AUSLEITTECHNIK     •     REGELUNGSTECHNIK    •    INSPECTION     •     SORTING & DISTRIBUTION     •     AUTOMATING
Röntgentechnologie in der Inspektionstechnik
Zur Messung der Röntgenstrahlung nach Durchdringung des Mediums wird ein Detektor
verwendet. Ein Detektor besteht aus einem Szintillator, einer Röhre und der
dazugehörenden Elektronik. Ein Szintillator ist ein Instrument
zum Nachweis von geladenen Teilchen. Teilchen, die
durch das Szintillatormaterial (z.B. Natriumjodid)
fliegen, erzeugen einen Lichtblitz, der dann von
Photomultipliern (spezielle Elektronenröhren die
schwache Lichtsignale verstärken) in ein
elektrisches Signal umgewandelt wird. Dieses
elektrische Signal wird an eine Auswerteinheit
weitergeleitet.
Vorderansicht des Röntgenmodules für Füllstandskontroll-Systeme
Rückansicht des Röntgenmodules für Füllstandskontroll-Systeme
Detektor für Füllstandskontroll-Systeme
Als Röntgen bezeichnet man den Prozess des Durchstrahlens eines
Körpers mit Röntgenstrahlen.
Röntgenstrahlen sind kurzwellige, energiereiche elektromagnetische
Strahlen. Die Wellenlänge der Röntgenstrahlen ist kürzer als
die von sichtbarem Licht. Im oberen Bereich grenzt die
Röntgenstrahlung an die kurzwellige ultraviolette Strahlung
(weiche Strahlung) und im unteren Bereich an die Gamma-
strahlung (harte Strahlung) an.
Röntgenstrahlen durchdringen Materie scheinbar mühelos. Aber
ob und wie stark das Material durchdrungen wird, hängt
entscheidend von seiner Dichte und den Atomsorten ab, aus denen
es zusammengesetzt ist.
Diese Eigenschaft macht sich die Röntgen-Inspektionstechnik zu
nutze.(z.B. radiometrische Füllstandskontrolle)
Zur Erzeugung von Röntgenstrahlen wird ein Röntgenstrahler
verwendet. Er besteht aus einer Röntgenröhre und einem
Schutzgehäuse.
Eine Röntgenröhre besteht in ihrer einfachsten Form aus einer
Kathode und einer Anode, die in einem Vakuum innerhalb eines
abgedichteten Glasköper sitzen. Elektronen werden durch eine Hochspannung von der Kathode zur Anode beschleunigt und dringen in das Anodenmaterial ein. Dabei werden sie abgebremst und erzeugen die Röntgenstrahlen.
Vorteile der Röntgentechnologie gegenüber nichtstrahlenden Kontrollmethoden   Beispiele für
Füllstandskontrolle, Füllmengenbestimmung:
   Einfache Handhabung und Einstellung
     auf verschiedene Produkte
  Bei der Umstellung auf Flüssigkeiten mit unterschiedlichem Kohlensäuregehalt muss beim Röntgenverfahren nicht nachjustiert werden.
   Sehr vielseitig einsetzbar
  Einsetzbar bei:
 Flüssigkeiten aller Art und Stoffen mit geringem Feuchtigkeitsanteil
  Glas-, Dosen- und PET- Linien
  schäumenden Produkten
  Heisabfüllung
  Behältern mit metallisierten Etiketten
  unterschiedlichen Formaten (Behältervielfalt)
   Hohe Messgenauigkeit   Messgenauigkeit 1 - 3 mm bei sehr hohen Bandgeschwindigkeiten
(max. 120.000 B/Std)
Vorteile der Röntgentechnologie gegenüber der Gammatechnologie
    Isotopen Gamma-Verfahren   Röntgen-Verfahren
   Behördliche Auflagen
     (BRD)
   Strahlenschutzbeauftragter
 Feuerwehrbeauftragter
 Dichtheitszertifikat
 Installation erst nach Erteilung
      der Genehmigung durch die
      Aufsichtbehörde möglich
   Strahlenschutzbeauftragter
 entfällt
 entfällt
  Installation und Betrieb erlaubt
       Nach Installation muß Röntgenröhre
       durch Sachverständigen abgenommen
       werden
   Entsorgung
   muss nachgewiesen werden    entfällt
   Einstufung
     Brandschutzklasse
   Klasse 1    entfällt
   Transportein-
     schränkungen
   ja    keine
Nachfolgend sind Inspektionsgeräte aufgeführt, bei denen die Röntgentechnologie zum Einsatz kommt
BBULL FEM    Füller-Etikettierer Managementsystem mit PC-Verarbeitungstechnologie zur
       Installation nach dem Füller/Verschließer/Etikettierer
BBULL FM     Füller Managementsystem mit PC-Verarbeitungstechnologie zur Installation
       nach dem Füller/Verschließer
BBULL FE    Füller-Etikettierer Überwachungssystem zur Installation nach dem
       Füller/Verschließer/Etikettierer
BBULL F     Füller Überwachungssystem zur Installation nach dem
       Füller/Verschließer
BBULL CL- AX    Füllmengenbestimmung mit analog-proportionaler Röntgentechnologie für
       PET-, Glas- und Dosen-Linien>
BBULL CL- X    Füllstands-Kontrollsystem mit Röntgentechnologie für PET-, Glas- und
       Dosen-Linien bis 120.000 B/Std
BBULL VK-X    Röntgen-Vollkastenkontrolle und Vollgutkontrolle nach dem Einpacker am
       Transporteur für Kästen, Trays und Sixpacks
BBULL PROTECX    Röntgen-Fremdkörperinspektion für die Getränkeindustrie zur Installation
       im Einzeltransport nach Verschließer  oder Pasteur